Vorherige Seite Nächste Seite Inhalt

10. NetBill

NetBill wurde von der Carnegio Mellon University und Visa International für die "Micropayment"-Bezahlung entwickelt. Sowohl Händler als auch Kunde benötigen einen Account bei Netbill, also im Prinzip ein Kundenkonto bei Netbill.

Im folgenden wird nun der Zahlungsablauf kurz vorgestellt.

  1. Kunde bestellt ("Digitales Produkt"). Diese Bestellung wird mittels Kryptographie verschlüsselt und stellt so einen Vertrag dar.
  2. Händler schickt das Produkt ,ebenfalls verschlüsselt, an den Kunden, jedoch ohne Schlüssel
  3. Nun erfolgt eine Scheck-basierte Zahlung des Kunden. (Info in dieser Zahlung: Produkt-Identifikation, signierter Preis und Prüfsumme)
  4. Händler gibt Rechnung und die bei 3 erhaltenen Daten an Bank.
  5. Die Bank prüft die Angaben und bucht ab.
  6. Händler bekommt Nachricht über Zahlung bzw. Fehlschlag der Zahlung.
  7. Bei erfolgreicher Zahlung sendet der Händler nun den Schlüssel an den Kunden.

Wie man schon am Verfahren erkennen kann, ist hier keine Anonymität gegeben. Da daß Verfahren relativ aufwendig ist, wird die Rentabilität von Kritikern bezweifelt. Auf der anderen Seite schränkt dieses Verfahren den Mißbrauch aufgrund der gegenseitigen Authentisierung ein. Die Anwendung könnte beispielsweise der Vertrieb von Shareware-Produkten sein. Das Risiko ist bei diesem Verfahren verteilt. Zur Veranschaulichung 2 Beispiele:

NetBill ist also ein Verfahren, welches erlaubt Produkte übers Internet zu verkaufen, ohne hierbei größere Risiken einzugehen (weder für Kunde noch für Händler). Allerdings sind Kosten für dieses Protokoll nicht zu vernachlässigen (Ziel : Kosten < 1 cent für 10 cent Ware).


Ablaufdiagramm zu NetBill

PicopaymentMicropaymentMacropayment
MünzenScheck / KontoKredit
SoftwareHardware
Lizensierungspflichtig
Anonym
Kriterien für NetBill


Vorherige Seite Nächste Seite Inhalt