Snefru (Name eines ägyptischen Pharaos) wurde von Ralph Merkle entworfen. Diese Einweg-Hashfunktion berechnet für beliebig lange Nachrichten einen Hashwert von 128 bzw. 256 bit Länge.
Blocklänge ist bei Snefru 512 -
Die Blockchiffrierung randomisiert Daten in mehreren Durchläufen mit je 64 Randomisierungsrunden je Durchlauf. Außerdem werden noch Rotationen durchgeführt.
Snefru mit 128-bit-Hashwerten ist unsicher. Bei zwei Durchläufen lieferte ein Angriff mit Hilfe differentieller Kryptanalyse Nachrichtenpaare mit gleichem Hashwert innerhalb von Minuten. Bei vier Durchläufen benötigt ein Geburtstagsangriff 2 Operationen, Nachrichtenpaare mit gleichem Hashwert findet man nach 2 Operationen. Die endgültige Geschwindigkeit, mit der diese Hashfunktion gebrochen werden kann, hängt von der Hardware ab. Zur Zeit empfiehlt Merkle den Einsatz von Snefru mit mindestens acht Durchläufen. Allerdings ist der Algorithmus dann wesentlich langsamer als andere gängige Verfahren.