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1. Einführung

Schon in den früheren Jahren spielte die Kryptologie eine besondere Rolle, allerdings überwiegend im militärischen Bereich. In der heutigen Informationsgesellschaft sind Daten und Datenaustausch in allen Bereichen nicht mehr wegzudenken. So wird auch der Schutz von Daten und damit das Wissen über Kryptologie immer wichtiger.

1.1 Begriffe

Kryptologie besteht aus zwei großen Gebieten: Kryptographie und Kryptanalyse (siehe Abbildung 1) .Unter dem Begriff "Kryptographie" versteht man die Wissenschaft von der Datenverschlüsselung und Kryptanalyse bedeutet Brechen der Verschlüsselung ohne Kenntnis des Schlüssels.


Graphische Darstellung der Krytologie

1.2 Kryptographie und Steganographie

In diesem Abschnitt wird der Unterschied zwischen Kryptographie und Steganographie kurz dargestellt. Der Ausdruck "Kryptographie" wurde von John Wilkins, dem Gründer der Royal Society, eingeführt. Da die Methoden der Kryptographie eine Nachricht unverständlich machen, obwohl der Chiffretext noch lesbar ist, spricht man von "offene Geheimschriften". Dagegen haben die Methoden der Steganographie die Aufgabe, die Existenz einer Nachricht zu verbergen. Deshalb spricht man von einer "gedeckten Geheimschrift".

Die Verfahren der linguistischen Steganographie unterteilen sich in zwei Klassen: Maskierung und unsichtbare Tarnung.

Maskierung

Um eine als offene Nachricht maskierte Geheimschrift bzw. Geheimsprache zu verstehen, muß man eine Absprache über die wahre Bedeutung mit der Kommunikationspartner vorher machen.

Hierin liegt die älteste Form der Geheimhaltungstechniken. Es soll das folgende System den amerikanischen Kartenschwindlern bekannt sein. Beispielsweise bedeutet eine Hand vor der Brust gehalten, mit abgestrecktem Daumen "I am going to take this game. Anybody wants to partner with me?" Eine rechte Hand, Handfläche nach unten, auf dem Tisch weist auf eine Antwort mit "Yes" und eine Faust mit "No". Solche Arten der Verschlüsselung von Nachrichten sind heutzutage noch zu sehen.

Unsichtbare Tarnung

Bei unsichtbaren Geheimschriften ist die zu übermittelnde Nachricht eingebettet in die offene Nachricht, die durch Hinzufügen von "dem n-te Zeichen nach einem bestimmten Zeichen" erreicht wird. Dabei ist es wichtig, daß der Platz, an dem die eigentliche Nachricht steht, vereinbart sein muß.

Um die Regeln für die getarnte Geheimschriften zu verstehen betrachten wir eine an Sir John Trevanion gesendete Nachricht:

Worthie Sir John:-Hope, that is ye beste comfort of ye afflicted, cannot much, I fear me, help you now. That I would saye to you, is this only: if ever I may be able to requite that I do owe you, stand not upon asking me. 'Tis not much that I can do: but what I can do, bee ye verie sure I wille. I knowe that, if dethe comes, if ordinary men fear it, it frights not you, accounting it for a high honour, to have such a rewarde of your loyalty. Pray yet that you may be spared this soe bitter, cup. I fear not that you will grudge any sufferings; only if bie submission you can turn them away, 'tis the part of a wise man. Tell me, an if you can, to do for you anythinge that you woulde have done. The general goes back on Wednesday. Restinge your servant to command.-R.T.

Hier erkennt man die Anwendung der Regel "das dritte Zeichen nach Interpunktionszeichen". Setzt man die markierten Buchstaben zusammen, erhält man dann die Botschaft "Panel at east end of chapel slides".


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